Medieninformationen 2013

Mehr Kreativität in der Postproduktion

Im Gewusel des Filmsets müssen Kameraleute Blickwinkel, Ausschnitt und Tiefenschärfe der Kameras festlegen. Künftig können Filmemacher solche Parameter noch in der Postproduktion ändern. Möglich macht es eine neuartige Kameratechnologie.

Und – Action! Das Filmset gleicht einem Ameisenhaufen: Es wimmelt von Schauspielern, Statisten, Kameras – und zwischen all dem ruft der Regisseur seine Anweisungen. Mittendrin muss der Kameramann die richtigen Einstellungen vornehmen, den Ablauf der Szene beachten und seine Assistenten instruieren. Welchen Blickwinkel soll welche Kamera einnehmen? Welcher Teil des Bildes soll scharf sein, welcher unscharf verschwimmen? Denn sind die Aufnahmen erst einmal im Kasten, lassen sich solche Parameter nicht mehr korrigieren. Zumindest bislang nicht. Eine Algorithmik in Kombination mit einem neuartigen Kameraarray – also einer Anordnung mehrerer Kameras – soll künftig eben dies möglich machen – und somit mehr Kreativität in die Postproduktion holen. Filmemacher können dann auch im Nachhinein noch entscheiden, welcher Bereich der Szene scharf abgebildet sein soll. Oder aber virtuell um eine Szene herumfahren, so wie bei dem Film Matrix: Der Akteur ist in der Szene eingefroren, hängt quasi bewegungslos in der Luft, während sich die Kamera um ihn bewegt und ihn von allen Seiten »einfängt«.